Rubrik: Artikel
veröffentlicht am 21.2.2009

Offtopic? Eine Bilanz

ein Artikel von Sandra zum Thema Crossover

Sechs Monate von intensivem Arbeiten am Kulturmagazin/Blog sind nun vergangen, die Zeit verging wie im Flug… Nein, Spaß beiseite, vor allem die Zeit ganz zu Beginn war schwer, das Themenfinden und Recherchieren hat sich gezogen wie ein Germteig. Wir sind mit der Annahme an den Start gegangen, dass die Kärntnerinnen und Kärntner uns das Magazin sofort aus der Hand reißen und daraus den von uns oft ersehnten Blog machen würden. Aber leider: Fehlanzeige. Wir sind wohl alle noch nicht so weit…

Der Idealismus und der Optimismus sind verflogen, übrig bleiben nur die Fakten und die sprechen nicht gerade für ein von Kunst und Kultur begeistertes Publikum. Gelesen wird wohl von einigen, was hier eine Hand voll Leuten textet, aber weshalb es keinen Wunsch in der Leserschaft gibt, selbst zu kommentieren oder gar einen Blog-Eintrag zu posten, bleibt mir ein Rätsel (wo doch gerne und oft darüber geklagt wird, dass Joe Average kaum Partizipationsmöglichkeiten am zeitgenössischen kulturellen Geschehen hat).

Möglicherweise sind die Beiträge zu glatt und man kann sich an ihnen nicht stoßen, darum braucht man nichts zu kommentieren. Oder man war bei einer Veranstaltung nicht dabei und eigentlich ist es einem auch egal, was dort war, weil es interessanter wäre, wenn man über die Ausrutscher von B-Promis lesen könnte. Es kann auch gut sein, dass alle bereits alles kennen und sich nur denken: “Not another weblog…”. Vielleicht ist es in diesem Land mit Kunst und Kultur so, wie ich es immer befürchtet habe: Es ist ein elitäres Konstrukt, von dem alle außerhalb des Kreises eigentlich lieber verschont bleiben würden. Aber hier hätte man sicherlich die Möglichkeit, das für sich selbst zumindest zu ändern und mit seiner Meinung einen Beitrag zu leisten. Verstehen Sie das als eine Aufforderung!

2 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Ute Gebhard schreibt am 21.02.:

    Hallo Sandra,
    damit sich wenigestens jemand meldet. Gut, dass Sie sich aufregen. Kunst und Kultur scheint ja im Moment wirklich niemanden zu interessieren. Wenn man die Ausstellungsbesucherzahlen anschaut, kann man als Künstler schon frustriert sein. Vielleicht doch ein Zeichen der allgemeinen Krise?
    Übrigens Ihre Artikel gefallen mir gut, bitte weiterschreiben, jetzt erst recht!

  2. barbara schreibt am :

    Hi Sandra, vielleicht hat es sich noch nicht so recht herumgesprochen, dass es diesen Blog gibt und dass Kommentare erwünscht sind? Ich habe natürlich keine Ahnung, wie ihr das Marketing angelegt habt.
    Liebe Grüße, Barbara

    Und, Ute, wir sollten das vielleicht als Aufforderung zu kantigeren Beiträgen verstehen? Als Künstler ist man da natürlich immer etwas befangen … gegenüber Kollegen …