Man könnte auch sagen, dass das UNIKUM das macht, was es immer macht. Aber das zweijährige Projekt “Klopfzeichen” ist auch Anerkennung.
VON MAJA SCHLATTE / KTZ
Das Rezept scheint vornehm einfach: Man sage der EU, was man an fast vergessenen Orten der Alpen-Adria-Regionen an Erinnerungsarbeit und Kunstvermittlung leistet, und man hat die Anerkennung der entscheidenden Förderungskommission gewonnen, samt der Finanzierung eines großen Projektanteils. Ja, es klingt einfach - beruht aber auf der Erfüllung strenger Kriterien und einem erklecklichen Aufwand an Antragsbürokratie.
Das weiß mittlerweile jeder, der nur im Entferntesten an Unterstützung durch EU-Gelder dachte. Eingedenk der Tatsache, dass das Universitätskulturzentrum UNIKUM nicht zu den von öffentlicher Hand Gestreichelten, sondern zu den Ausgeklammerten im Lande gehört, ist die Präsentation eines zweijährigen Projektes (abgesichert durch EU- und Bundesgeld) keine alltägliche Sache, sondern Grund zur Freude.
“KLOPFZEICHEN/COLPI/POTRKAVANJE” startet sofort, defacto aber mit dem ersten “Schlagabtausch” (Scambio di colpi, hip za hipom) am 25. Juni (die KTZ wird an dieser Stelle ankündigen und berichten). Die Strukturen und Ziele des Projekts sind tatsächlich jene, die das UNIKUM inhaltlich und formal, bis hin zur bekannten mobilen Umsetzung, den Wanderungen in jenen Gegenden der Regionen Kärnten, Friaul und Slowenien ohnedies verfolgt hat - Entlegenes vor dem Vergessen bewahren und experimentelle Kunst zu Menschen in solchen Orten zu bringen.


Barbara Rapp schreibt am 06.06.:
Herzliche Gratulation zur genehmigten Unterstützung!!! Offensichtlich sitzen im ?fernen? Europa doch mehr Alpen-Adria-Leute als bei uns hier im
?fremdenfreundlichen? Kärnten.
Viel Erfolg für das Projekt wünsche ich.