Der Künstler Mario Mak stammt aus dem Loibltal. Von Beruf ist er Vermessungstechniker, doch seine Berufung ist eine andere. Seit nunmehr 9 Jahren ist der 29-Jährige künstlerisch tätig. Auf die Frage, wann und warum genau es dazu gekommen ist, dass er das Bedürfnis verspürte, seine kreativen Ideen endlich großformatig zu veräußern und einem Publikum zu präsentieren, sagt er: “Mit 20 war da der springende Punkt. Ich hatte eine Leinwand und eine Idee, die ich darauf einfach umgesetzt habe.” Mak beschränkt sich allerdings nicht nur auf die Malerei. Die letzten zwei Jahre spielt auch die Fotografie eine große Rolle in seinem Schaffen. Aber auch die Sprache hat es ihm angetan: in Gedichten und Aphorismen artikuliert er, was er nicht mit Farben zu Papier bringt.
Die Öffentlichkeit hat seit 2002 die Möglichkeit Mario Maks Werke zu betrachten. In Kärnten, dem restlichen Österreich und auch Slowenien hatte er schon ausgestellt. Zu sehen gibt es bei diesen Ausstellungen Werke zu unterschiedlichsten Themen: wissenschaftliche Fragen sind für Mak interessant, ebenso wie die menschliche Psyche, das Bewusstsein und das Zeitalter der Digitalität, Schriften und die Entwicklung von Schriften. Wichitg ist es für ihn auch zu reisen, dennoch kommt er zum Schluss: “Auch zu Hause ist es schön!”
Zentral in seinem Leben ist die Naturverbundenheit. Was er sich vom Vorbild Natur nimmt? “Vor allem die Formen und die Farben in der Natur finde ich großartig.” Und das Verwerten dieser Inspirationen äußert sich dann darin: “Realität entsteht für mich in der Abstraktion.” Durch das Schaffen eigener Bilder kann Mak sich an sich selbst orientieren und braucht keinen Autoritäten zu folgen.
Die letzten drei Jahre versucht Mak einem selbstgefassten Vorsatz zu folgen. “Ein Jahr lang beschäftige ich mich mit dem selben Thema, experimetiere allerdings mit unterschiedlichen Materialen.” Und wie ist das Verhältnis zu den unterschiedlichen Techniken? “Nicht das Erlernen steht für mich im Vordergrund, sondern das Entwicklen.” Mak versucht zeitlos zu malen und will sich nicht einordnen lassen. Zu seinen technischen Hilfsmitteln gehören das Schütten, der Spachtel, der Pinsel, der Kugelschreiber, die Wasserfarben, die Aquarell-Farben und eine eigene Mischung aus Öl und Lack.
Im Jahr 2008 zeigte Mak seine Werke bei zwei Ausstellungen: die erste war im Museum in Trzic zu sehen und trug den Titel “patrimonium culturale caravancorum montium”, die zweite war an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt im Rahmen der “Langen Nacht der Forschung” zu sehen.
Für 2009 hat sich Mak einige Monate intensivere Arbeit an seinem dritten (!) Buch “Codierung-Decodierung” vorgenommen. Eine lyrische Nachbearbeitung des “patrimonium culturale caravancorum montium” wird stattfinden, und im April kann man eine Ausstellung von ihm im Cafè “Bei uns” sehen.

