Diese Frage stellt sich wenn man vor den Bilder und Grafiken des Gmundener Künstlers Thomas Sturm steht, die noch bis 30. September in der Galerie Rimmer in Velden am Wörthersee gezeigt werden.
Sturm stellt die Wirklichkeit in Frage, denn Fotografien und Schnappschüsse - auch aus der eigenen Kindheit in Tirol - sind vorrangig das Ausgangsmaterial einer über mehrere Jahre angelegten malerischen Reihe. Über Haltung und vor allem die Kleidung der Kinder auf den Fotos glaubt man, Fragmente der eigenen Kindheit wieder zu erkennen. Der gleiche Trachtenhut, die Startnummer beim Kinderskirennen, Berglandschaften - das Klischee der heilen Welt wie aus Heimatfilmen. Eine Frage dahinter könnte sein: Was sollte aus uns werden? Nur einer konnte als Franz Klammer reüssieren! Die ausgewählten Werke von 1999-2009 zeigen einen Künstler in seinem Reifungsprozess und lassen einen Blick auf die Gedanken des Wahlberliners zu, ohne wirklich etwas über ihn preiszugeben. Oder doch? Wem die heile Welt gar zu klischeebehaftet ist oder wer sich vielleicht aus anderen Gründen damit einfach nicht beschäftigen möchte, findet in der Ausstellung auch abstrakte Werke bzw. Bilder mit gänzlich anderem Hintergrund, die jedoch in die gleiche Schaffensphase fallen. Anschauen - kann ich nur empfehlen!
Sind wir nicht alle ein bisschen Österreicherkind “Zipfelmütz”?
ein Bericht von Sandra_StarkeAussage
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