Rubrik: Interview
veröffentlicht am 1.10.2008

Edward Gain ist der Knopf aufgegangen

ein Interview von Sandra mit Daniel von Edward Gain

In diesem Interview spricht Daniel von der Band Edward Gain von der Mittelmäßigkeit, dem magischen Musikladen und ihrem Album.

Redaktion: Wer ist Edward Gain und wie lange gibt es euch?

Daniel: Es gibt uns jetzt seit Ende 2006/Beginn 2007, also eineinhalb Jahre. In der jetzigen Formation sind Hannes (Gesang), Tino (Gitarre), Thorsten (Drums) und ich (Bass). Tino und Thorsten haben gemeinsam mit einer Band begonnen. Im Musikladen, in dem Thorsten arbeitet, hat er mich angequatscht und so bin ich dazugekommen. Wir haben Sänger gesucht und auch zwei verbraucht, bis wir zum jetzigen gekommen sind. Den hat Thorsten auch im Musikladen aufgetrieben. Wir haben damals bei der ersten gemeinsamen Probe einen Song gespielt, den Hannes so toll gefunden hat, dass er gleich darauf los gesungen hat. Es hat zu Beginn noch ein bisschen gedauert, bis er sich bei uns eingelebt hat, aber mittlerweile sind wir alle gute Freunde und haben viel Spaß miteinander. Unseren ersten Auftritt hatten wir bei “Local Heroes” 2007, dafür mussten wir noch schnell drei Songs fertig schreiben, es hat uns da nämlich erst ganz kurze Zeit gegeben.

Redaktion: Wie sieht es mit einer CD aus?

Daniel: Wir arbeiten gerade an der CD, Ende Dezember/Anfang Jänner soll sie fertig sein. Es sind lauter alte Songs, aber wir wollen sozusagen mit dem Kapitel abschließen. Wir finden jetzt so langsam eine gewisse Einigkeit in Bezug auf den Stil, wir wollen straight und rockig sein. Jeder von uns wollte immer seine Einflüsse einbringen, jetzt finden wir immer besser zusammen zu einer Linie, ohne dass jemand große Kompromisse eingehen muss. Wir haben zuerst gedacht, dass wir uns weiß Gott was einfallen lassen müssen, um allen zeigen zu können, was wir können. Aber mittlerweile wissen wir, dass wir mit eingängigeren Songs mehr Leute erreichen können. Bei der CD machen wir nur eine kleine Auflage, die wir über unsere Homepage und bei Auftritten vertreiben wollen. Wir machen das nicht um Geld zu verdienen, sondern um unsere Bekanntheit zu steigern. Bei Auftritten wollen viele Material von uns, da ist es dann gut, wenn wir eine CD zum Herzeigen haben.

Redaktion: Was sind die besten Erlebnisse, die ihr bisher bei Auftritten hattet?

Daniel: Immer mehr Leute singen unsere Texte mit, das ist spitzenmäßig, vor allem, weil es unsere Lieder nirgendwo zum Anhören gibt. Das bedeutet, dass sie öfter bei unseren Auftritten dabei sind und sich auch wirklich die Lieder merken. Das heißt auch, dass wir gute Musik machen. Es gibt da diesen Moment im Proberaum, bei dem man denken muss: “Damit können wir auftreten, damit können wir vor die Leute!” Leider gibt es Bands, denen der Knopf nicht aufgegangen ist und die trotzdem auftreten. Das ist dann ein bisschen traurig. Aber wenn bei uns jetzt die Leute mitsingen, heißt das, dass wir es geschafft haben. Man hat ja auch oft Zweifel und denkt sich, dass einem selbst das gefällt, das man macht, aber man weiß nicht, was andere dazu sagen weden. Bei uns ist jetzt so, dass uns unsere letzten drei Songs wirklich gut gefallen. Wenn die im Radio laufen würden, wüsste ich nicht, ob die von einer kleinen österreichischen Band oder einer großen amerikanischen, die damit viel Geld verdient, stammen.

Redaktion: Gute Überleitung: Warum gibt es bei uns hier diesen immensen Respekt vor amerikanischen Bands oder österreichischen Bands, die in den USA waren? Es gibt doch auch klasse Sachen hier bei uns!

Daniel: Amerika ist immer noch das Land der Freiheit und Unbändigkeit. Und natürlich auch das Land der Rock, das ist Österreich nicht. Bei uns ist es schwer, es gibt so viel unterschiedliches potenzielles Publikum und soviel Uneinigkeit zwischen diesem. Die Fans von dem einen können das andere einfach nicht anerkennen. Uns ist bei den Auftritten aufgefallen, dass die Leute am Land viel mehr mitgehen, viel leichter zu begeistern sind und richtig ausflippen, als die Leute in Klagenfurt, die stehen meistens nur so herum. Das ist wirklich schade.

Redaktion: Wo habt ihr außerhalb von Kärnten die Leute dazu gebracht auszuflippen?

Daniel: Leider waren wir außerhalb von Kärnten erst in Novo Mesto. Abr wenn wir die CD haben, dann machen wir eine Tour durch Österreich um mehr Feedback zu bekommen und um zu sehen, wie unsere Musik bei den Leuten ankommt.

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