Rubrik: Interview
veröffentlicht am 23.10.2008

Kärntner Garage-Punk-Urgestein

ein Interview von Sandra mit Chris von Rodriguez

In diesem Interview erzählt Chris von der Band Rodriguez von ihren Erfolgen in Frankreich, dem Kärnter Ruf und dem Reiz von Side-Projects.

Redaktion: In Kärnten gehört ihr ja sozusagen zu den Mitbegründern der alternativen Musikszene. Aber wer seid ihr eigentlich?

Chris: Rodriguez sind Elmo (Sänger, Gitarrist), Peter Grauss (Gitarrist), Nolte (Drums) und ich, der Bassist, wobei ich nicht seit Beginn dabei bin, sondern erst seit fünf Jahren.

Redaktion: Seit wann gibt es Rodriguez?

Chris: Seit 1997. Gegründet wurde die Band in Treibach-Althofen, die anderen drei sind auch alle aus Treibach.

Redaktion: In zehn Jahren habt ihr sicher schon den einen oder anderen Tonträger produziert.

Chris: Ja, da gibt es schon einiges. Unser Debutalbum “Debut” haben wir 2003 auf SwindleBra Records herausgebracht. Das Label ist in Ulm. Dorthin sind wir gekommen, da es hier bei uns ziemlich schwierig ist sich mit der Musik, die wir machen, zu etablieren. In Deutschland war das einfacher.
2001 hat es schon eine erste Single-Auskoppelung (”Mission to Mars”) auf Vinyl gegeben. 2005 haben wir, wieder auf Vinyl, bei den Relax-O-Matic Vibrator Records in Marseille “Black Finger Tips” aufgenommen und auf den Markt gebracht. Und unser aktuelles und neuestes Album ist “Cedar Rapids”, das wir über Flight 13 Records veröffentlicht haben.

Redaktion: Wie seid ihr zu dem französischen Label gekommen?

Chris: Die französische Garage-Punk-Szene ist viel größer, als die bei uns. Der Booker Mr. T. hat uns in Slovenien gesehen und gehört und hat uns dann 2005 die erste Tour durch Frankreich ermöglicht. Wir sind dort wirklich gut aufgenommen worden und haben 2006 noch eine Tour durch Frankreich gemacht.

Redaktion: Wie reagieren die Leute, wenn sie erfahren, dass ihr aus Kärnten seid?

Chris: Der Kärntner Ruf eilt einem voraus und man wird auswärts ziemlich schnell kategorisiert und unterschätzt. Das ist auch in Österreich selbst so. Bei uns hier ist es auch ein wenig problematisch, da Beziehungen eine so große Rolle spielen.

Redaktion: Wie wird es mit Rodriguez weitergehen?

Chris: Aus beruflichen und familiären Gründen machen wir derzeit eine Pause. “Cedar Rapids” war ein Schlussstrich für die Phase davor. Nun sind wir stark auf Side-Projects konzentriert. Elmo, Michi, Ingo und ich haben eine neue Sache namens So there will be Blood, und Nolte hat auch ein neues Projekt namens Beat Beat. Es kommen eigentlich immer wieder LEute zusammen, die sich aus früheren Bands kennen.

Auf Youtube hab ich diese Live-Video von Rodriguez gefunden:

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