Rubrik: Bericht
veröffentlicht am 13.10.2008

Junges Theater: “Ritzen”

ein Bericht von Sandra über , ,

An sich war es gar nicht kühl an diesem Herbstabend. Wir sind ins ((stereo)) gegangen um uns dort ein Theaterstück mit dem Titel „ritzen“ anzusehen und anzuhören. Eindrucksvoll und nun, ja, ich habe dann ab einem gewissen Zeitpunkt ein wenig gefröstelt. Unverständlich, denn das Haus war komplett voll, es waren sogar Zuseher und Zuseherinnen da, die stehen mussten, weil alle Plätze besetzt waren.

Das Publikum war bunt gemischt, von Teenagern und Twens über Mittvierziger bis hin zu Senioren waren alle da. Und ich hoffe schon, dass sie auch so berührt waren wie ich. Christian Krall, der das Ein-Mann-Stück gespielt hat, hat wirklich Talent. Und es ist auch gut, dass ein Thema dieses Kalibers angesprochen wird.

Gut ist auch, dass so viele junge Leute und ganz junge Leute da waren. Wenn sie betroffene Freunde haben, dann erkennen sie wenigstens, dass ein Mensch mit Problemen ihr Gegenüber ist und kein „Spinner“. Aber auch für die älteren ist es gut, so etwas zu sehen, sie bringen ja als Eltern nur sehr schwer Verständnis auf. Ich freu mich auf alle Fälle immer, wenn Kunst ein Problem auf einer abstrahierten Ebene anspricht, dass so unter der Haut brennt, wie dieses. Und wenn die Art, wie das gemacht wird, unter die Haut geht.

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